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23 Mai 2014

Brettspiel Battle - Monopoly vs. Spiel des Lebens






Post jetzt von mir vorlesen lassen:



Monopoly vs. Spiel des Lebens. 
Man könnte auch sagen: Zwei der größten Brettspiele aller Zeit, 
treten gegen einander an. 
Und wenn ich schreibe: "Zwei der größten Brettspiele aller Zeiten", meine ich das auch so:


Monopoly wurde erstmals 1933 von Elizabeth "Lizzie" Magie, als Eigenverlag, unter den Namen "The Landlord´s Game" in Amerika veröffentlicht. Lizzie gilt heute als offizielle Erfinderin von Monopoly (und ich dachte das das nur ein Mann erfunden haben kann). Die Geschichte zur Entstehung des Spiels ist spannend, verwirrend und erstaunlich zu gleich und liest sich fast wie einer kleiner Krimi.
Gerne könnt ihr euch die ganze Geschichte auf Wikipedia durchlesen.




Während Elizabeth es nicht geschafft hat die Rechte am Spiel an Parker Brothers zu verkaufen, machte Charles Darrow den Coup 1935 perfekt. Seitdem ist Parker Brothers (Hasbro) der rechtmäßige Markeninhaber, und es sollte sich gleich von Anfang lohnen: Bereits kurz nach der Übernahme wuchsen die Anfragen und es wurden zu Beginn des ersten Jahres, 20.000 Spiele pro WOCHE produziert. Am Ende des ersten Jahres wurden über 1 Millionen Spiele verkauft.

1936 erschien das Spiel auch in Deutschland (Schmidt Spiele) und auch hier gibt es wieder einen kleinen Krimi: Goebbels ließ Monopoly 1936 gleich verbieten, weil für seinen damaligen Wohnsitz (Berlin Schwanenwerder) in Monopoly Wuchermieten verlangt wurden und niemand wissen sollte, wie luxuriös er wohnt. Offiziell ließ Goebbels das Spiel aber wegen "jüdisch-spekulativen Charakters" verbieten.

Die Monopoly-Reihe rettete die Firma Parker vor dem Bankrott und ist bis heute der größte Erfolg für Hasbro in der Brettspielsparte. Seit 1935 wurden weltweit mehr als 275 Millionen Monopoly-Spiele verkauft, in 111 Ländern veröffentlicht und in 43 verschiedenen Sprachen übersetzt.

Zusätzlich ist Monopoly in diversen Länder in verschiedenen Editionen erschienen, eine Übersicht darüber habe ich leider nicht gefunden, in Deutschland z.B. gibt es mittlerweile wohl weitaus mehr als 25 Varianten. Unter anderem auch Monopoly Disney, Monopoly FC Bayern MünchenMonopoly Pokemon und Monopoly Star Wars.



Worum geht es in dem Spiel?

In dem Spiel Monopoly geht es darum, sich ein Grundstücksimperium aufzubauen. Man kauft Straßen und hat man alle zusammenhängende Straßen erworben, bebaut man diese mit Häusern und/oder Hotels um die Miete zu erhöhen. Jedesmal wenn ein Spieler auf einer Straße landet, muss er Miete an den Besitzer bezahlen. Gespielt wird mit Würfeln, reihum und auf vorgegeben Feldern. Wenn ein Spieler auf eine freie Straße kommt, spricht niemand besitzt diese Straße, kann der Spieler entscheiden ob er sie kaufen möchte oder sie in der Bank lässt. Jeder kann kaufen soviel er will, oder soviel wie der Geldbeutel es erlaubt, und es kann später untereinander immer noch getauscht, abgekauft und gehandelt werden.


Damit es nicht allzu "langweilig" wird, gibt es noch Ereignisfelder/ Ereigniskarten und Gemeinschaftsfelder/Gemeinschaftskarten, welche das Spiel noch etwas unvorhersehbarer machen soll. Man kann Geld bekommen aber auch verlieren, es kann einen Einzelnen treffen oder alle gleichermaßen. Wenn man mal kein Geld hat, kann man sich von einem Mitspieler einen Kredit geben lassen oder eine Hypothek auf ein Grundstück aufnehmen. Insgesamt ist das Spiel sehr komplex und man kann mit verschiedenen Taktiken an die Sache herangehen.





Der Spielinhalt ist zahlreich und die Spielfiguren sind entzückend gestaltet. Die Anleitung ist, verhältnismäßig zu anderen Spielen, recht kurz und simpel erklärt. Anfänger werden aber an der Einen oder Anderen Stelle ins Grübeln kommen. Je nachdem welche Spielvariante man spielt, kann das Spiel, laut Vorgabe, bis zu 90 Minuten dauern. In der Realität kann eine Partie Monopoly aber auch viel länger dauern, je nachdem wie Kooperativ die Mitspieler untereinander sind.
Die Classic Edition ist für 2-6 Spieler.




Wenn ein Spieler kein Geld und keine Grundstücke mehr besitzt, scheidet dieser aus dem Spiel aus. Im Regelfall wird bis zum bitteren Ende weitergespielt, bis ein Monopolist hervorgeht.











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Das "Spiel des Lebens" wurde, anlässlich des hundertjährigen Bestehens, 1960 von MB (heute Hasbro) in den USA veröffentlicht, kam 1980 nach Deutschland und handelt, wie der Titel schon vermuten lässt, vom Lauf des Lebens. Genauer gesagt vom Abitur bis in den Ruhestand und all den verschiedenen Stationen dazwischen, wie Ausbildung, Heirat, Hauskauf, Kinder, Midlife Crisis, Enkelkinder usw. Als Spielfigur setzt man ein Auto, wo nach und nach Ehepartner und Kinder/Enkelkinder reingesetzt werden, welches soweit fährt wie das Glücksrad es "sagt". Es gibt in diesem Spiel nämlich keinen klassischen Würfel, sondern ein Rad, welches man drehen muss.



Das Spielbrett ist sehr schön gestaltet und kommt mit vielen dekorativen Elementen, wie Gebäuden und Brücken, daher. Zu Beginn des Spiels erhält man ein wenig Geld und fährt ein vorgegebenes Spielfeld ab, wo man sich teilweise an Abzweigungen zwischen 2 Wegen entscheiden muss. Hat man sich erstmal einen Job und ein Gehalt "erzogen" startet man ins Leben und MUSS heiraten und MUSS ein Haus kaufen (Kinder MUSS man nicht bekommen) Das Ziel des Spiels ist es, am Ende so viel Geld wie möglich übrig zu haben. Kredite können aufgenommen werden, man kann
eine Aktie erwerben und es werden zwischendurch
Lebensstile gesammelt, welche im Anschluss 
noch mehr Geld einbringen. 


Das Spiel des Lebens ist sehr simpel gemacht und man muss nicht viel darüber nachdenken, sondern man lässt das Leben quasi einfach auf sich zukommen.
Geeignet ist für 2-6 Spieler.

Das Brettspiel wurde, trotz seines großen Erfolges, nur selten als eine andere Edition veröffentlicht. Es gibt jedoch mindestens 4 Neuauflagen. Zu einigen der wenigen Editionen zählen: Spiel des Lebens Superstar, Spiel des Lebens SpongeBob und Spiel des Lebens Generation Now.






















Fazit


Beide Spiele sind reine Glücksspiele und man hat keinen Einfluss auf den Spielablauf. So muss man zu Beginn von Monopoly hoffen auf Straßen zu landen und beim Spiel des Lebens kommt es hauptsächlich darauf an, auf das Feld "Zahltag" zu kommen, weil ohne Moos nichts Los.

Während beim Spiel des Lebens keine großartigen Interaktionen zwischen den Spielern stattfindet, ist es genau DAS, was Monopoly ausmacht. Man handelt miteinander, man zahlt Miete an andere, man falscht untereinander und treibt die Miete ein. Aber genau DAS, kann einem das Spiel auch sehr schnell vermiesen.

Wenn alle unbedingt gewinnen wollen und niemals ein Deal zustande kommt, kann das Spiel Nervenzerreibend lang werden. Im Gegenteil aber auch, wird ein zu gütiger Spieler, viel zu schnell dem Erdboden gleich gemacht. Und genau DAS ist das was ich an Monopoly nicht mag. Klar jeder spielt um zu gewinnen aber wenn man mit Personen spielt mit denen man sich einfach nicht einig wird, ist das Spiel richtig nervig und alle werden zu verbissen. Meine persönliche Meinung: Das Spiel ist von Grund auf Böse! Es geht nur um den Profit und andere auszunehmen. Bleibt man hart: verliert man Freunde, ist man zu schwach: wird man ausgenutzt. Eigentlich wie im echten Leben ;) Und deshalb ist es für mich nicht der perfekte Spieleabendbegleiter.

Auch wenn das Spiel des Lebens nichts besonderes ist, es keine Überraschungen gibt und es nur so an einem vorbeidösst, ist mein persönlicher Brettspiel-Battle-Gewinner:

















Ein einfaches, zeitlosen Spiel wo man sich nebenbei mit seinen Mitspielern unterhalten kann.

1 Kommentar:

  1. Die Hintergrundinfos sind wirklich interessant *_*
    Für mich würde wohl auch Spiel des Lebens gewinnen, das habe ich schon immer mehr gemocht. Monopoly war für mich immer langweilig und nur ein Spiel, das man besitzt, weil alles es haben xD Spiel des Lebens mag ich da wohl auch mehr, weil ein Ende gut absehbar ist.

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